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Aus für den Zug der Liebe

Musik aus dem Bereich des Techno erfreut sich in Deutschland schon seit langem sehr großer Beliebtheit. So wurde die Szene seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts im Land stark und wuchs schnell an. Zahlreiche Clubs eröffneten in den verschiedenen großen Städten der Nation und Millionen von Ravern trafen sich an Wochenenden oder sogar in der Woche, um zu feiern und gute Laune zu haben. Auch heute, im Jahr 2018, rund 30 Jahre nach der Erfindung und dem Debüt des Techno, ist der Hype um die elektronische Musik noch lange nicht vorbei. Davon zeugen eindrucksvoll die zahlreichen neuen Festivals in Deutschland, die jedes Jahr Millionen an Zuschauern anlocken. Hier präsentieren die Stars der Szene ihre neuen Kompositionen vor einem begeisterten Publikum.

Doch geht es beim Techno nicht allein um die Musik, das Trinken und das Feiern. Techno will viel mehr sein als das und ist es auch. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür war für mehrere Jahre der so genannte Zug der Liebe aus der deutschen Hauptstadt Berlin. So riefen einige Bürger der Stadt im Jahr 2015 als Reaktion auf rechtsextreme Gruppen in der Stadt den Zug der Liebe ins Leben. Er sollte dazu dienen, ein öffentliches Zeichen gegen rechtes Gedankengut in der Stadt zu setzen.

Die Idee: Menschen treffen sich zu einer friedlichen Demonstration gegen Nazis und hören dabei das, was sie lieben: Techno Musik. Der Zug der Liebe war dabei von Anfang an ein großer Erfolg. Bereits beim Debut konnten sich die Veranstalter über 28.000 gut gelaunte und friedliche Teilnehmer freuen, die den Zug vom Stadtteil Prenzlauer Berg aus durch die Stadt Berlin begleiteten. Auch in den folgenden Jahren wuchs die Zahl der Teilnehmer stetig weiter an. Jetzt gaben die Veranstalter aber das Aus für diesen Event bekannt, da einfach zu wenige Ehrenamtliche für die Ausrichtung des riesigen Events zur Verfügung stünden. Deshalb findet der Zug der Liebe am 25. August 2018 das letzte Mal statt.

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